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h-blogs

Ich schreibe seit 1995 als Musikjournalist über HipHop und habe u.a. in Backspin, MK Zwo und unclesally*s Texte veröffentlicht.

https://twitter.com/h_blogs/

Der New Yorker Rapper R.A. The Rugged Man veröffentlichte sein Debütalbum 'Die, Rugged Man, Die' erst 2004, obwohl er davor diverse Plattenverträge und Features bei unter anderem High & Mighty, Company Flow, den Smut Peddlers und auf mehreren 'Rawkus'-Samplern hatte.

Fast ein Jahrzehnt später erscheint nun das Nachfolgewerk 'Legends Never Die' auf dem Indie-Label 'Nature Sounds', was vielleicht daran liegt, dass das Herz von R.A. neben Rap auch für Filme schlägt und er selbst einige Drehbücher geschrieben hat.

Erste Single ist nun 'The People's Champ', die Apathy von der Army of the Pharaos produziert hat und die mit einem eher an eine Oper erinnernden Chor aufwartet, während R.A. nach dem von Rampage gesprochenen Intro in seinen Lyrics klarstellt, dass er am Mic eine Killermaschine ist: „Blasting your ass, stashing the burner, the trash lurker./ I'm worser than Rambo in Bhurma./ I'm dumb in the head, I'm not a fast learner./ The white boy version of Nat Turner*.“ (* ein Sklave, der 1831 eine Revolte anführte)

Als Unterstützung der Albumveröffentlichung wurde danach auch 'Learn Truth' mit Talib Kweli ins Rennen geschickt, das von einem ruhigen Piano-Beat getragen wird und den Hörern deutlich ernstere Themen wie Gewalt, Krieg und Terror vermittelt: „Child pornography, babies starving and dying in poverty./ Serbians fighting Croatians in Yugoslavia./ Muslim women being raped, up to 40,000 in the war in Bosnia./ The 50 million killed in the second World War./ The government's poisoning the minds and the bodies of the babies that are born poor./ Airplanes blown up by Islamic extremists./ In religion there's always drama./ Whether worshipping the Prophet Mohammed or Jesus.“

Ansonsten liest sich auch die Liste der weiteren Gäste durchaus beeindruckend, denn so sind zum Beispiel noch Sadat X, Masta Ace, Tech N9ne, Brother Ali und Vinie Paz von den Jedi Mind Tricks auf 'Legends Never Die' zu hören.

Größte Überraschung dürfte aber der Sänger Eamon sein, der 2003 mit 'Fuck It (I Don't Want You Back)' einen beachtlichen Erfolg und in Deutschland damit sogar einen Nummer-1-Hit landete und danach gleich genauso schnell verschwand, wie er aufgetaucht war, hier bei R.A. jetzt jedoch gleich zweimal gefeatured wird und 'Luv To Fuk' und 'Still Get Trough The Day' wirklich mit seiner Stimme und R'n'B-Gesang bereichert.

Wer übrigens noch mehr von R.A. hören will, sollte auch mal den 'Piratensender' der Antihelden in seinen Player packen, denn bei 'In The Night' mit Morlokk Dilemma konnten sie den Amerikaner für eine Kollabo gewinnen, was allerdings gar nicht so ungewöhnlich ist, da er eine deutsche Mutter hat und unter anderem auch schon mit Roey Marquis II. und Shuko aufgenommen hat.

Im Großen und Ganzen ist R.A. The Rugged Man mit 'Legends Never Die' ein mehr als solides Rap-Album gelungen, das garantiert nicht das Zeug zum Klassiker hat, aber für den Moment durchaus mit einigen Überraschungen und unterhaltsamen Tracks überzeugt, wobei R.A. meine Einschätzung herzlich wenig kümmern dürfte, denn wie sagt er in 'Media Midgets' so schön: „Fuck the media posing as experts./ Fuck the radio, fuck the television networks./ I'm not apologizing, I don't care what the cost is.“

Link für die Homies: http://ratheruggedman.net

Mehr gefällig? 8 Bars 2...
"Spring Breakers" Soundtrack
„Free The Universe“ von Major Lazer
„Information Age“ von dead prez
„Undisputed“ von DMX
„Cash, Diamond Rings, Swimming Pools EP“ von Dena

Kommende Termine für R.A. The Rugged Man:
09.05.2013 Basel, CH (Sommerkasino)
10.05.2013 München (Yip Yap)
14.05.2013 Leipzig (Distillery)
15.05.2013 Berlin (Cassiopeia)
16.05.2013 Linz, A (Kapu)
18.05.2013 Münster (Skaters Palace)
19.05.2013 Göggingen (No Stress Festival mit u.a. Megaloh, Redman und Torch)

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