Connect

USERBLOGS

Über den Autor

h-blogs

Ich schreibe seit 1995 als Musikjournalist über HipHop und habe u.a. in Backspin, MK Zwo und unclesally*s Texte veröffentlicht.

https://twitter.com/h_blogs/

Wenn DJ Dister, der für seine Party-Reihe 'Born 2 Roll' immer wieder gern gehörte US-Rapper der Neunziger Jahre nach Berlin holt, eigene Beats baut und sein erstes Produzenten-Album aufnimmt, ist es natürlich wenig überraschend, dass die Features-Liste auf 'Roll With Dis' ähnlich prominent aus diesem Fundus besetzt ist.

So präsentiert er auf 13 Tracks in 40 Minuten mit unter anderem Masta Ace, Jeru The Damaja, KRS-One, Kool G Rap und den Artifacts ausgiebig die „Generation 40+“, wobei Kool Keith dieses Jahr noch 50 Jahre alt wird und damit nicht nur musikalisch als Vater des hier ebenfalls für das Debütwerk verpflichteten und etwa halb so alten Fashawn aus Kalifornien durchgehen könnte.

Im 'Intro' rückt die Sängerin Inessa Boné mit sexy Stimme natürlich erst einmal den Mann ins rechte Licht, der für den gut geerdeten, meist eher düster und minimalistischen Sound auf dieser Platte verantwortlich ist: „Ladies and gentlemen, I like to intrduce to you the man who never sleeps, never eats, always juggling with the beats – DJ Dister.“

Obwohl er demnach natürlich selbst an den Plattentellern bestens bewandert ist, hat Dis sich für 'Regardless' mit den Artifacts noch DJ Stylewarz für die Cuts dazu geholt, der übrigens einer der wenigen Deutschen ist, die überhaupt bei 'Roll Wit Dis' mitwirken und auf Disters Herkunft verweisen, denn Songtexte in seiner Muttersprache droppt hier niemand.

An der Seite von Kool G Rap und Greg Nice ist danach KRS-One zu hören, der gleich zu Beginn seiner Lyrics für 'Free' auf seine eigene Vergangenheit verweist, als er sich noch 1987 mit BDP laut ihrem Albumtitel als 'Criminal Minded' inszenierte, aber nach dem gewaltsamen Tod seines DJs zum guten Gewissen des HipHops werden wollte und deswegen später eine CD veröffentlichte, deren Namen er hier als die zwei einleitenden Worte spittet: „Spiritual minded – the universe is on me./ I buy things but I rather get'em for free.“

Als Videos und Download-Singles, über die auch die dazugehörigen Instrumentals verfügbar sind, wurden aber erst einmal 'Regardless' und 'Stop Frontin' mit AG von der Allstars-Crew Diggin' In the Crates (D.I.T.C.) veröffentlicht.

Am meisten Spaß machen aber Skyzoo und Jah Sun auf dem mit mit guten Breaks und Bläsern vorwärts treibenden 'Lifestyle Of The Famous', dessen leicht abgewandelter Refrain an 'Lifestyles Of The Rich And Shameless' der Lost Boyz erinnert, die diese Single 1995 veröffentlichten: „Lifestyle of the rich and famous, some die with a name, some die nameless.“

Noch einmal zum Schluss zu erwähnen ist jedoch natürlich Masta Ace, nach dessen Klassiker 'Born 2 Roll' ja die Rap-Veranstaltungen von Dister benannt sind, so dass sich mit seinem Beitrag schön der Kreis schließt und DJ Dister der Ritterschlag erteilt wird, denn 'Roll Wit Dis' reicht zwar nicht an die großen Momente der beteiligten Veteranen heran, hält die Fackel aber würdig für sie hoch.

Link für die Homies: https://www.facebook.com/djdister

Mehr gefällig? 8 Bars 2...
„Information Age“ von Dead Prez
„Undisputed“ von DMX
„Fast & Furious 6“ (Soundtrack) mit u.a. Ludacris, T.I., Cypress Hill, 2 Chainz und Lil Wayne

 

 

 

0 Stimmen

Comments

Please login first in order for you to submit comments

welcome Blog

Ein Fan werden