Connect

USERBLOGS

Über den Autor

h-blogs

Ich schreibe seit 1995 als Musikjournalist über HipHop und habe u.a. in Backspin, MK Zwo und unclesally*s Texte veröffentlicht.

https://twitter.com/h_blogs/

Die Sound Survivors, die sich auch gerne als „Boom Bap Blues Band“ bezeichnen, sind ein im Kern fünfköpfiges HipHop-Kollektiv mit internationalen Wurzeln, haben ihre „Zentrale“ in Baden-Württemberg, fingen 2007 mit 'Just Loop It' an und sind seitdem so produktiv, dass sie parallel zu ihrer neuen EP 'The Backspin Project' gleich noch den Free Download '100' raushauen, auf dem wie mit dem Titel angekündigt sage und schreibe genau so viele Stücke inklusive Freestyles und bisher unveröffentlichten Bonusmaterial enthalten sind.

Die neue Scheibe wird übrigens gleich mit der quasi namensgebenden 'Backspin Session' eröffnet, die inklusive dem Intro 'Inauguration' locker auf über acht Minuten Spielzeit kommt, diese aber auch benötigt, denn als Gäste konnten neben dem eher unbekannten Aslaam Mahdi aus Michigan noch fast der halbe Wu-Tang Clan mit RZA, U-God, Masta Killa und Cappadonna zum Mitwirken verpflichtet werden, um über den wunderbar jazzig-relaxten Beat zu spitten.

Ähnlich gut von DJ Tom Select geerdet geht es dann mit 'Street Math' weiter, bei dem die Sound Survivors von Tos-El Bashir aus New Jersey unterstützt werden, der wie Aslaam Mahdi zu den am 09.09.09 gegründeten 720° Pure Sufis gehört.

Ein weiterer Gast am Mic ist Nino Graye aus Ohio, der sowohl beim 'Verbal Voodoo Freestyle', der während der so genannten Bongwater-Session im Bongwater-Studio in Indianapolis aufgenommen wurde, als auch der dank eines Samples von Roberta Flack mit viel weiblichen Soul-Gesang aufgepeppten 'Hennessy Session' seine Reime kicken darf, die als Free Download unter https://soundcloud.com/sound-survivors/the-hennessy-session-i-can erhältlich ist.

Nino Graye gehört übrigens zu der Crew Glass City, die er mit M-Eighty gegründet hat, der erstens ebenfalls gleich zweimal auf 'The Backspin Project' gefeatured wird, zweitens unter anderem Canibus managed und drittens den längsten Freestyle aller Zeiten performt haben soll.

Auf dem etwa einminütigen Acapella 'Take It Back' zeigt dann noch Craig G., der in den Achtzigerjahren in der Juice Crew von Marley Marl war, warum er beim Kinofilm '8 Mile' für die Freestyle-Szenen angeheuert wurde, denn auch hier liefert er recht überzeugend ab.

Als eine Art Outro gibt es am Ende der insgesamt acht Tracks schließlich die Nummer 'The Drum rises in the East', die ohne Rap auskommt und mit ein paar Vocal-Samples erklärt, wie manche DJs so ticken: „I could play for six, seven hours outside. And when I came home I set my turntables up and I played for another six, seven hours.“

Das ist das Lebensgefühl, das auch dadurch bei 'The Backspin Project' unterstrichen wird, dass die EP im Doppelpack aus Vinylscheibe plus CD daher kommt, um so wieder einmal den DJ als den vielleicht wichtigsten Teil der HipHop-Kultur ins Bewusstsein zu rufen, denn bevor der erste Rapper seine Lyrics ins Publikum pumpte, feierten die Party-Leute zum Sound der Plattenspieler.

Link für die Homies: http://soundsurvivors.com/

Mehr gefällig? 8 Bars 2...
„Legends Never Die“ von R.A. the rugged Man

„Free the Universe“ von Major Lazer
„Spring Breakers“ (Soundtrack) mit u.a. Gucci Mane, Meek Mill und Rick Ross

0 Stimmen

Comments

Please login first in order for you to submit comments

welcome Blog

Ein Fan werden