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Jakob

Kendrick Lamar schaffte im letzten Jahr etwas, das kaum ein anderer vor ihm vollbringen konnte. Er schaffte es mit seinem Soloalbum "Good Kid, M.A.A.D City" Kritiker der ganzen Welt zu vereinen und brachte sie dazu ihn gemeinsam in den Rap-Olymp zu heben. Es gab kaum Jahrescharts in denen der junge Mann aus Compton nicht Platz 1 belegte.

Dann die Nachricht: Kendrick Lamar live in Berlin. Die Vorfreude war riesig und so machte man sich gut gelaunt und leicht erheitert durch ein paar Flaschen feinsten Gerstensaftes auf den Weg in die Columbiahalle. Da fingen dann auch schon die Probleme mit der Lokalität an, Abendkasse und Gästeliste am selben Schalter, Abturn... Naja nach gefühlten drei Stunden - laut der Uhr waren es jedoch "nur" 40 Minuten - und unzähligen Berlin-Mitte Szeneopfern kam man dann doch am Schalter an und bekam seine Karte. Rein in die Halle, Vor-Act Megaloh hat die Bühne bereits verlassen und man nimmt die nächste Hürde auf sich und stellt sich wegen der enormen Hitze in der Halle an der Garderobe an um das lästige Gepäck abzugeben. Erneute 20 Minuten vergingen und die Ansage durch einen Security-Angestellten, dass der Auftritt des Jungen aus Compton nur eine Stunde gehen wird sorgte für Ernüchterung. Wenn der Auftritt jedoch so exzellent werden sollte, wie man es erwartet, dann reicht auch eine Stunde aus.

Dann geht es los, Kendrick Lamar betritt im schlichten schwarzen Hoody die Bühne. Ob alte Tracks, neue Hits wie "Bitch, Don't Kill My Vibe", "Money Trees", "Swimming Pools (Drank)" oder Featureparts, wie der auf dem A$AP Rocky Debüt "Long.Live.A$AP", hier kann Herr Lamar eine gute Abwechslung schaffen. Stimmlich konnte er jedoch leider nicht die Vielfalt aufbringen, die er in seinen Tracks an den Tag legt. Das jedoch hätte den Auftritt nicht zu einem Fauxpas gemacht, wäre da nicht ein Anfänger für die Tontechnik verantwortlich gewesen. So gab es jedoch nur einen zu lauten Bass, kaum wahrnehmbare Melodien und eine fast nicht existente Übertragung von Kendricks Stimme. Glücklicherweise hatte der gute Junge eine lautstarke Crowd im Rücken, die seine Texte mindestens genauso gut konnte wie er selbst und dieser konnte er durch einige Acapella-Einsätze wenigstens zum Teil seine technische Brillanz beweisen.

Probleme wie diese führten dazu, dass man bereits die Pause zwischen Auftritt und Zugabe nutzte um die Sachen aus der Garderobe zu holen und danach schnellstmöglich die Halle zu verlassen. Schade um so ein großes Talent.

 

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