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Shana Koch

Frau Kolumna!

April 2013: Chimperator lädt das erste Mal zum Openin Festival auf das Maimarktgelände nach Mannheim ein. Nach der doch etwas längeren Zugfahrt kommen wir dann endlich um 20 Uhr am Gelände an und reihen uns in die Menschenmassen ein, die ungeduldig Richtung Einlass drängeln.

Ist der Weg durch die heiligen Tore dann erst einmal geschafft und man ist auf dem Festivalgelände angekommen, fällt zuerst einmal eins auf: Es ist kalt. Saukalt.  Auch wenn das ganze Drumherum schon wirklich an die Festivalsaison erinnert und echt Lust auf Sommer macht. Die Sachen also schnell in den Schließfächern verstaut und ab in die Halle.

So, und wohin zuerst?  Livestage, Clubstage oder Beatfloor?

Wir entscheiden uns, erst noch ein wenig orientierungslos durch die Gegend zu laufen und uns einen ersten Überblick vom kompletten Gelände zu verschaffen.

Ein bisschen schade ist, dass sich der Einlass so lange hinzieht, dass viele Besucher noch viel zu beschäftigt damit sind, die Schließfächer zu suchen oder ihr Geld in sogenannte „Token“ umzutauschen nd somit den Auftritt der Facebookgewinner und OK Kid verpassen.

Da wäre dann das erste Problem: Das Tokensystem.

Sicherlich gut gemeint, bringt's dann aber doch mehr Ärger mit sich als alles andere. Wer Durst hat, muss erst zum Tokenstand und sein Geld in die kleinen Chips umtauschen lassen, um damit an der Bar zahlen zu können. Klingt noch nicht sonderlich kompliziert, man sollte an dieser Stelle aber nochmal erwähnen, dass die Schlange vor besagtem Stand logischerweise nicht gerade kurz war und es, wie bereits erwähnt, SAUKALT draußen war.

Naja, wie auch immer. Unsere Token haben wir, dafür aber OK Kid leider verpasst. Während des Muso Auftritts finden wir uns dann auch langsam vor der Livestage ein und sehen zu, wie sich die Halle langsam füllt.

So richtig los geht’s dann mit dem Auftritt der beiden Brüder SAM, und wenn man sich umguckt, wird schon deutlich, dass das ganze Festival ziemlich unter dem großen Chimperator-Stern steht.

SAM heizen dem Publikum ordentlich ein und lassen sich von dem überwiegend weiblichen Publikum gebührend feiern.

Als die beiden von der Bühne gehen und der nächste Banner auf der Bühne erscheint, wird uns schon klar: Gleich wird’s heiß. Jetzt kommt nämlich die wohl verrückteste Rap-Band auf die Stage: Hier kommt das Chaos und die Ordnung. Hier kommen: Die Orsons. Maeckes, Tua, Plan B und Kaas laufen unter tosendem Applaus ein und ziehen eine gewohnt krasse Show ab. Dabei schaffen sie es melancholische Songs wie ''Lagerhalle“ mindestens genauso gut an das Publikum zu verkaufen, wie Partytracks à la ''Vodka Apfel Z“ ihres „Das Chaos und die Ordnung“-Albums.

Während wir uns nach den Orsons erst einmal zum Entspannen an die Bar verziehen und uns das ganze Spektakel von weiter hinten aus betrachten, müssen sich einige Eltern nun wohl oder übel mit ihren begeisterten Töchtern ganz nach vorn durchschlagen: Jetzt kommt nämlich Goldjunge Cro.

Kaum ist der Pandamann auf der Bühne, gibt’s kein Halten mehr: Die Mädchen (und ja, tatsächliche auch ein paar Vertreter des männlichen Geschlechts) singen jeden der Gute-Laune-Tracks auswendig mit und Carlo macht sehr viele sehr kleine Mädchen sehr glücklich. Übrigens ziemlich auffällig, wie schnell sich die Cro H&M- Kollektion anscheinend verkauft hat.

Wir verlassen den Pandamann auf der Livestage irgendwann und gehen rüber zur Clubstage, um ein bisschen mit MC Fitti zu feiern. Mindestens genauso begabt im Gute-Laune-verbreiten wie Cro, springt der Bärtige über die Bühne und hinterlässt eine Spur der Verwüstung, die hauptsächlich aus Konfetti besteht.

Als wir nach Fittis Konfetti-Massaker wieder rüber zur Livestage wollen, werden wir kurzzeitig fast von den herausströmenden Menschenmassen aus der Halle überrannt.. Ah, okay, Cro ist anscheinend von der Bühne gegangen. Jetzt stehen wir allerdings vor der Qual der Wahl: Krass feiern zum Marsimoto Soundsystem in der Clubstage oder den King of Rap Kool Savas auf der Live Stage geben? Wir entscheiden uns im Endeffekt für Savas und sollen das nicht bereuen:

In alter Manier kommt er mit Dingern wie ''Und dann kam Essah“ und "LMS“ um die Ecke. Und mit noch etwas kommt er noch: Jeder Menge Gäste. Als Unterstützung bringt er Backup-Rapper Laas Unltd. Mit auf die Bühne. Keine riesige Überraschung, da der ihn auch auf der letzten „Warum rappst du?“-Tour begleitet hat, aber okay. Zwischendurch kriegen wir noch „Taxi“, den neusten Track von Alpagun auf die Ohren, der mit von Berlin nach Mannheim gereist ist. Die größte Überraschung kommt aber noch: Während Savas noch ankündigt, dass er gerne ein paar Tracks vom XAVAS-Album vorstellen würde, sein Partner Xavier Naidoo aber leider nicht mit auftreten wird, kommt dieser plötzlich doch auf die Bühne und bringt das Publikum zum Ausrasten. Gemeinsam performen sie Hits aus "Gespaltene Persönlichkeit“, auffällig: Gefühlt jeder Mensch hat inzwischen seine Kamera gezückt, um XAVAS festzuhalten.

 

Glücklich und zufrieden verlassen wir nach Savas auch erstmal die Halle und gönnen uns eine Pause vom Feiern. Einige Bier später, die wir mit unseren hart erkämpften Token finanzieren, finden wir uns dann wieder auf der Livestage ein, und feiern die Nacht mit den Drunken Masters durch. Ein wenig schade ist im Nachhinein, dass der angekündigte Auftritt von US-Rapperin Iggy Azalea leider kurzfristig abgesagt wurde. Naja, was soll's.

Als krönenden Abschluss geben wir uns bis fünf Uhr Kid Simius auf dem Beat Floor, bis wir uns dann im Morgengrauen gemeinsam mit unzähligen Anderen auf den Weg zum Mannheimer Hauptbahnhof machen, um den Rückweg anzutreten.

Kaputt aber glücklich verabschieden wir uns also vom Maimarkt, von Mannheim und vom Openin. Wir bedanken uns herzlich bei Chimperator und allen mitwirkenden Partnern und freuen uns jetzt schon auf das Openin Festival 2014, Cheers!

 

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