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Interview mit Chakuza

Erst dachte man, er sei weg. Aus. Vorbei. Nach seiner Trennung von Bushidos ersguterjunge-Label hätten wohl nicht viele auch nur einen Pfifferling auf Chakuzas Karriere gewettet. Das Mixtape „Suchen und Zerstören 2“ weckte kein allzu großes Interesse bei der Öffentlichkeit. Doch im letzten Herbst dann der Paukenschlag: Ein Deal mit Four Music und die Ankündigung eines neuen Albums, „Magnolia“. Gleichzeitig wurde ein neuer Sound angekündigt – und der fand überraschend schnell viele Anhänger, wie sich auf allen Social Media-Kanälen beobachten lässt. Wir trafen Chakuza zum Gespräch und unterhielten uns mit ihm über seinen neuen Sound, seine Vergangenheit bei Bushidos Label, seinen Musikgeschmack und – Brettspiele. 

chakuza 01

rap.de: Die letzten Jahre hast du nicht so viel Musik gemacht.

Chakuza: Ja, die letzten eineinhalb Jahre. Aber es war ja auch eine lange Entwicklung, von mir selber und auch vom musikalischen her, da musste sich ja alles verändern. Ich musste zwar nicht alles neu erfinden, aber alles neu umstrukturieren und das hat eineinhalb Jahr gedauert.

rap.de: Was hat denn dazu geführt, dass sich alles ändern musste? War das absichtlich? Wolltest du jetzt unbedingt etwas neues machen?

Chakuza: Ja, ich habe gesagt, entweder ich mache etwas neues oder ich mache gar nichts mehr. Ich wollte halt weg von dem alten, mir hat das nicht mehr gefallen, aber ich wusste eben nicht wie. Ich brauchte die richtigen Leute, ich hatte Stickle und Steddy und dann hat das auch geklappt. Aber ich alleine, so wie ich das früher gemacht habe, als ich viel selber produziert habe – das wäre nicht gegangen. Ich wäre so niemals ans Ziel gekommen. Das hat mir alles nicht mehr gereicht und jetzt im nachhinein war das auch gut so.

rap.de: Wie findest du denn im Nachhinein deine alten Sachen?

Chakuza: Ich finde nicht alles scheiße, aber ich finde vieles scheiße. Ich habe auch viele Sachen gesagt, für die man sich schämen kann. Wir haben oft Ausdrücke verwendet, die gar nicht klar gingen und wir haben Sätze gesagt, die ich nie mehr sagen werde, nicht mal im dunkelsten Kämmerchen, das ich zuhause finde. Das musste anders werden. Ich wollte das auch überhaupt nicht mehr und habe mich ja auch als Person verändert. Komplett. Und ich hätte sowas wie früher auch nicht mehr machen können. Dieses Album ist die logische Konsequenz aus allem. 

rap.de: Waren die Ausdrücke denn dem Einfluss von Bushido geschuldet?

Chakuza: Nee, das habe ich mir alles selber ausgesucht. Ich hätte das auch weglassen können, ich habe es ja freiwillig gemacht. Ich war da drin und habe es eben mitgespielt. Aber irgendwann habe ich halt gemerkt, dass es nicht meins ist.

rap.de: Gab es irgendwelche musikalische Einschränkungen bei ersguterjunge? 

Chakuza: Nee, aber du bewegst dich da natürlich in einem Rahmen. Man wird ja nicht umsonst gesignt bei einem Label. Er hat mich nicht umsonst geholt und man weiß dann auch, in welchem Rahmen man sich bewegt und innerhalb davon hast du dann deine musikalische Freiheit. Aber ich denke nicht, dass die ein Album wie „Magnolia“ rausgebracht hätten. Das ist einfach klar.

 

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