Interview mit Megaloh

Als ewiges Talent zu gelten ist nichts Schönes. Im Gegenteil. Dieses Attribut wird gerne Hochbegabten angehängt, die es aus welchen Gründen auch immer aber nie schaffen, ihr Talent auch in Leistung und Erfolg zu übersetzen. Megaloh galt lange als ewiges Talent. Hervorragende Reimtechnik. Krasse Stimme. Jede Menge Skills. Aber bis dato leider kein Album, das den Namen verdient gehabt hätte. Das allerdings ist vorbei. Mit „Endlich Unendlich“ hat der Moabiter quasi sein verspätetes Debüt vorgelegt. Endlich ein schlüssiges, ausgereiftes Album, auf dem Megaloh sein Talent voll ausspielen kann. Wir trafen den sympathischen Hünen zu einem Gespräch über Stimmlautstärken, seine neue Rolle als Vater sowie sein verändertes musikalisches Verständnis. 

MEGALOH Press 9357 72dpi

Megaloh: Bin ich nah genug an dem Aufnahmegerät dran? Mir hat ja mal jemand gesagt, ich würde zu leise rappen.

rap.de: Echt? Eigentlich würde man das bei dir eher denken,  dass du einer bist, bei dem man beim Einrappen eher leiser als bei den anderen drehen muss.

Megaloh: Das war auch nur dieses eine Mal so. Ich glaube der Typ hatte einfach keine Ahnung von den Geräten. Aber ich rappe auch wirklich eher gechillt. Wenn ich brülle, dann ist es natürlich laut, aber ich brülle nicht so gern. Ich mag eher den souveränen Ton.

rap.de: Du hast ja auch eine tiefe Stimme.

Megaloh: Ja. Aber tiefe Stimmen sind ja auch nicht unbedingt lauter, oder?

rap.de: Das stimmt. Die höheren Frequenzen sind sogar eher durchdringender. Das kennt man ja von Streitgesprächen mit Frauen.

Magaloh: Genau, das wird es sein. Ich habe zwar ’ne ganz krasse Stimme, aber man hört es nicht. (lacht)

rap.de: Haha. Du bist seit Jahren am Start, aber für die Industrie bist du ein Newcomer.  Wie fühlt sich das an?

Megaloh: Ja, lustigerweise ist das so. Aber ich fühle mich auch wirklich frisch, wie neugeboren. Ich habe jetzt auf jeden Fall das erste Mal eine Platte in so einer Konstellation draußen, dass ich sagen kann, ich arbeite professionell an Musik. In dieser Hinsicht bin ich vielleicht wirklich ein Newcomer. Ich mache schon lange Musik, aber jetzt bin ich endlich an einem Punkt, dass ich Musik so machen kann, wie ich es mir auch vorstelle. 

rap.de: Du bist seit langem überall als sehr guter Rapper bekannt. Woran hat es dir denn gefehlt? 

Megaloh: Es gibt einige Sachen, über die man jetzt reden könnte, warum es mit dem Erfolg nicht geklappt hat. Aber wenn ich für mich einfach gucke, was mir damals gefehlt hat, dann ist es in erster Linie der musikalische Horizont. Und auch der Zugang zur Musik und eben auch zu  Musikern. Diese Möglichkeit und diese Vision zu haben, Songs aufzuwerten, indem man sie ausproduziert, also mit Live-Instrumenten ergänzt und bereichert. Das macht eben auch total viel Spaß, mit echter Musik zu arbeiten. Da wird so eine Energie freigesetzt, die ist eben nicht da, wenn man nur mit dem Computer arbeitet.

 

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