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INTERVIEW

13.03.2013 Autor: Phil Weichert

Interview mit Dú Maroc

Ein Gangster und ein Gentleman


Dú Maroc hat gerade zwei Trennungen hinter sich - musikalischer Art, wohlgemerkt. Über sein Beziehungsleben wollen wir hier nicht spekulieren. Zunächst trennten er und sein Reimpartner SadiQ, mit dem er das Album "Narcotic" aufgenommen hatte, von Baba Saads Halunkenbande. Dann trennten sich auch die Wege von SadiQ und Dú Maroc. Warum, darauf will er nicht näher eingehen. Nun kündigt der Frankfurter jedenfalls sein Album "Block Bladi Gentleman" an, das ursprünglich "Block Bladi Gangster" heißen sollte. Man merkt: Dú Maroc will weg vom harten Scheiß, hin zu ehrlichen, positiven Inhalten. Das zeigte er auch mit seinem Video "One Touch", einem Fußballsong, in dem er Stars wie Jürgen Klopp, Jerome Boateng oder Änis Ben-Hatira vereinte. Ein Gespräch mit Dú Maroc über die beiden wichtigsten Dinge im Leben: Rap und Fußball.

rap.de: Spielst du noch selber Fußball?

Dú Maroc: Nein, leider nicht, ich hab eine chronische Verletzung im Mittelfuß seit meiner OP.

rap.de: Warst du als Kind häufig draußen auf der Straße und hast gebolzt oder warst du von Anfang an an einen Verein gebunden?

Dú Maroc: Beides. Ich hab mit fünf angefangen zu kicken, nach dem Training war ich immer auf dem Bolzplatz.

rap.de: Für welchen Verein schlägt dein Herz?

Dú Maroc: Eintracht Frankurt... ist doch klar.

rap.de: Bist du ein regelmäßiger Stadiongänger? Oder schaust du lieber auf der Couch?

Dú Maroc: 
Ich geh nur ins Stadion, wenn meine Jungs spielen. Änis Ben-Hatira, Mounir Chafter, Faton Toski und die anderen Jungs. Da macht es Spass mitzufiebern. 

rap.de: Wie hast du die Resonanz auf den Track "One Touch" wahrgenommen?

Dú Maroc: Ich bin sehr stolz darauf, so einen Song geschrieben zu haben. In ganz Deutschland wird der Track gepumpt, sogar in den Bundesligakabinen… Ich bekomme täglich Nachrichten von Fans und sie bedanken sich für den Song und für die starke Motivation.

 



Kommentare   

 
+1 #1 positiv überrascht 2013-03-20 16:42
"Wir müssen versuchen, irgendwo ein Mehrwert für die Nation zu sein und nicht alles schlecht zu reden im Rap."

bester satz seit langem in einem Rap.de Interview. Finds auch gut dass er sich von diesem sadick getrennt hat. Dú versucht positives mit der Musik zu vermitteln, während der andere dauernd von Taliban und so nem scheiss labert und Kollegah disst weil er studiert obwohl er selbst für Architektur eingeschrieben ist und dauernd Videos auf dem Campus dreht. und von Saad braucht man gar net reden. Jetzt geht der seinen Weg allein und das scheint gut zu werden.
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