Interview mit Battleboi Basti

Wenn es stimmt, dass nur die großen Künstler es schaffen, zu polarisieren, dann steht Battleboi Basti eine glänzende Karriere bevor. Denn genau das hat der gebürtige Brandenburger aus dem Berliner Umland bereits geschafft: Die einen lieben den Jungen, der wie so manch anderer auch durchs VBT einen Namen bekam, für seine verrückte Stimme, seine Brille und sein Schuljungenimage, die anderen finden das alles nervig und sprechen ihm rundweg ab, ernsthaften Rap zu machen. Da spielt Basti aber nicht mit. In seinem Song „Hip Hopper“ stellt er klar, wie sehr er sich der Kultur verbunden fühlt. Im Interview mit rap.de sprach BBB über sein Album „Pullermatz“, seinen speziellen Humor, seine Einflüsse und Vorbilder, sein Image und seine blonde Kunstlehrerin, die irgendwann schwanger wurde.

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rap.de: Dein Albumtitel „Pullermatz“ beschreibt deinen Style ziemlich knapp und treffend…

Battleboi Basti: Joa, der hört sich schön kindlich an. Ich dachte, das passt super zum Image. Das ist eben so ein Ostwort wie Schniedelwutz oder so, kennen wahrscheinlich auch nicht alle. Ich fand es ganz lustig und der Titelsong ist auch der Track, der am meisten nach vorne geht. Dabei geht’s auch um den Pullermatz.

rap.de: Der ganze Basti-Humor ist ja sehr pubertär. Willst du ganz bewusst die pubertären Jugendlichen ansprechen?

Battleboi Basti: Vor allem jüngere Leute, so 14 bis 20. Aber auch ältere, die mit dem Humor und diesem Gespielten umzugehen wissen. Da ist ja manchmal auch technisch gesehen etwas hochwertiges dabei, bisschen aufwändiger geschrieben und ich hoffe echt, dass die Leute dann erkennen: Ah, der kann ja doch was!

rap.de: Hast du nicht Angst, dass viele Raphörer einfach sagen: Was soll die Scheiße denn?

Battleboi Basti: Nee, im Gegenteil. Die sollen das sogar sagen. Ich erwarte das. Gerade die werden das nämlich nicht feiern können. Und gerade für den Song „Hip Hopper“ werden sie mich hassen.

rap.de: Wie beschreibst du dein Album in drei Worten?

Battleboi Basti: Vielfältig, verrückt und äh.. äääh.. joa, kindisch! (lacht).

rap.de: Hast du dich komplett auf das Schulthema eingeschossen?

Battleboi Basti: Naja, ich habe versucht, dieses Kinderimage in verschiedene Richtungen zu denken. Es geht auch um Liebe. Ein Kind hat jetzt aber nicht so viel mit Liebe zu tun, außer dass es vielleicht denkt, dass es in die Lehrerin verschossen ist. Das habe ich dann mal eben zum Thema gemacht. So ein bisschen krank noch umgebaut. Das fand ich ganz angebracht.

rap.de: Hast du während deiner Schulzeit mal eine Lehrerin nach einem Date gefragt?

Battleboi Basti: Nee, das habe ich nicht gemacht. Wir hatten aber auch nie Lehrerinnen, die ich irgendwie geil fand… doch! Eine, in Kunst! Die war blond, hatte einen schönen Körper und dann – wurde die schwanger. Danach haben wir eine hässliche bekommen. Dann hat Kunst auch sofort keinen Spaß mehr gemacht.

rap.de: Wird das Kind Basti noch weitere Alben rausbringen? Oder wirst du beim nächsten dann erwachsen?

Battleboi Basti: Die Idee ist schon, das Kind später zwar nicht ganz rauszulassen, aber schon mehr mit anderen Stimmen zu machen und anderen Techniken. Da gibt es aber sicherlich noch genug Themen, die man mit der Kinderecke abdecken kann. Als Basti denke ich mir eben den Charakter des 29-Jährigen Krankenpflegers aus. Und als der denke ich mir den Charakter Battleboi Basti aus. Vielleicht bin ich ja auch schizophren? Man weiß es nicht.

 

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