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INTERVIEW

26.08.2011 Autor: Oliver Marquart, Dominik Lenze Website: www.facebook.de/BabaSaadMassaka

Baba Saad

Sturer Kopf, grün-weißes Herz


Baba Saad nimmt nicht gern ein Blatt vor den Mund. Das merkt man seinem neuen Album "Halunke" an. Er spielt es uns in einem geräumigen Benz der gehobeneren Klasse vor, der vor dem Sportcafé eines Freundes in einer nicht besonders schicken Gegend von Bremen parkt. Ein Mann in einem traditionellen afrikanischen Gewand läuft über den von Schlaglöchern durchsetzten Gehweg. Die meisten Songs sind genau das, was man von Saad erwartet: Hart, direkt, frech, mit einem Augenzwinkern zwar, aber ohne Kompromisse. Danach bittet er uns in den Keller des Etablissements, das erst in einigen Tagen offiziell öffnen wird. Dort gibt er uns ein Interview, in dem er ebenfalls kein Blatt vor den Mund nimmt, sondern ganz offen über seine Erwartungen an "Halunke", seinen Weggang von EGJ und seine Meinung über diverse andere Rapper spricht.


rap.de: Dein Album - wir haben es gerade gehört – ist zu etwa 50 % einfach voll asozial. War das Absicht?

Baba Saad: Was heißt hier nur 50%?

rap.de: Na gut, dann eben 70%.

Baba Saad: 75.

rap.de: Okay. (lacht)

Baba Saad: So kennt man mich. Also muss ich auch so ein asoziales Album machen, weil die Leute, die mich hören und unterstützen, halt diesen Style feiern. Ich fahr diesen Film schon seit Jahren. Ich bin ja erst 25, aber ich fahr diesen Film, seitdem ich 16, 17 bin. Ich habe mich auch von meinem Ex-Label getrennt, weil die diese Mucke nicht mehr machen und ich dort so eine harte Musik nicht mehr rausbringen kann. Das war auch einer der Gründe, wieso ich mich von denen getrennt habe. Und dann entsteht halt so ein Album. Das ist ein ehrliches Saad-Album, alles andere wäre eine Lüge gewesen. Ich lüge eigentlich sehr ungern. Die restlichen 25% sind traurige Lieder, von Storyteller bis Liebeslied und persönliche Songs, ist ja auch alles dabei, weil ich ja auch dafür bekannt bin, dass ich so etwas mache und auch gut kann. Es gibt viele, die vielleicht nicht die harten Songs feiern, sondern mehr diese Songs feiern, also muss ich quasi beide Parteien zufrieden stellen. Auf meinem Debüt-Album war ich ja auch ziemlich ruhig, dafür war ich dann bei “CCN“ richtig ekelhaft und auf “Saadcore“ habe ich auch nur zwei Themensongs, da war ich auch wieder härter.

rap.de: Aber denkst du wirklich über deine Fans nach, wenn du ein Album aufnimmst oder kommt das erst im Nachhinein?

Baba Saad: Nö, nö. Guck mal: Erstens feier’ ich diese Musik, ich kann sagen, dass ich mir bis heute treu geblieben bin. Ich feiere diese Musik und ich feiere auch diesen Lifestyle, ich mag das einfach. Ich bin nicht so der der Partyrapper. Ich mag es einfach, so zu sein und ich lebe auch mit ziemlich vielen Menschen, die so drauf sind wie ich rappe. Ich bin schon ein Höflicher, aber man kann ja auch ein höflicher Asi sein. Das ist einfach mein Lifestyle, und die Leute, die mich unterstützen und supporten, wir sind auch schon wie eine kleine Familie geworden. Die helfen mir quasi mit den CD-Käufen und wenn sie zum Konzert kommen, und ich gebe ihnen ja auch was zurück mit meiner Musik. Wenn sie diese Musik nicht feiern und fühlen würden, dann würden wir das auch nicht hören, deswegen ist da so ein Mittelweg zwischen beiden. Ich muss das natürlich selbst feiern, aber ich muss auch den Supportern das zurückgeben, was sie mir geben.  Wenn das nicht so wäre, dann wäre ich auch bei EGJ geblieben, da hätte ich die aber angelogen und mich auch selber verarscht, was natürlich am schlimmsten gewesen wäre.

rap.de: Gab es von EGJ konkret eine Ansage nach dem Motto “Entweder machst du jetzt ein softeres Album oder du kannst gehen“?

Baba Saad: Ich bin einfach hingefahren und habe mein Album abgegeben, dann haben sie es gehört und mir gesagt, so können wir das nicht raus bringen, weil das so zu hart ist, zu Saad. Dann habe ich gesagt, ich mach doch diese Musik schon seit Jahren, ihr habt doch auch mit dieser Musik angefangen. Ja nee, hieß es, das können wir so nicht raus bringen, mache das bitte noch mal. Irgendwann, ein paar Monate später kam noch mal ein Anruf, dass ich ein Album abgeben soll. Und ich habe denen eiskalt das gleiche Album wieder hingeschickt. Sie haben mich angerufen, da habe ich konkret gesagt: Ey, entweder so oder gar nicht. Ich bin hier kein Sklave, für keinen, und ich mache die Musik so, dass sie mir gefällt. Ich muss mir auch treu bleiben. Und wenn die damit nicht klar kommen, dann tut es mir leid, dann fickt euch.



Kommentare   

 
+2 #46 JabbaSaad 2011-10-13 00:00
auf deinem tshirt steht thug life . ich tätowier dir deinen sack live
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+3 #45 Stefan 2011-09-16 00:00
Die Fettsau Jaba Saad sieht auf den Bildern wie ein Volltrottel aus.
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0 #44 zzz 2011-09-12 00:00
Mich hätte eine Frage zu seiner Aussage "Das iPhone hat ein Jude erfunden" (http://www.youtube.com/watch?v=Z6204ZMElAU) interessiert, z.B.: "Bist Du Antisemit?"
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+2 #43 Schwitzwurst 2011-09-11 00:00
Nette Schweisflecken unter den Armen! Ganz starkes Ding. Für sojemanden drückt man doch gerne seine Sozialabgaben ab!
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0 #42 G-Starpo 2011-09-10 00:00
Ihr seid doch alles kackvögel. Auf die einzig relevante frage ist keiner gakommen. Warum hat er die ganze Zeit keine weiteren Alben gemacht? Aber scheiß egal, jeder kann machen was er will. Am ende zieht man sich das Produkt rein wenn es gut ist, oder eben nicht.
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+2 #41 Jabba the Hutt 2011-09-02 00:00
Hey Baba Saad, wieso willst du unbedingt so aussehen wie ich??? Niemand wagt es so aussehen zu wollen wie Jabba the Hutt. Ich war jahrelang auf Tatoine Chicken Wings am essen und glaub mir, du bist auf dem besten Weg dazu wie ich zu werden.
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-1 #40 NewSchool 2011-09-01 00:00
die Leute haben Recht. rap.de besuchen anscheinend nur Leute mit Stock im Arsch die sich hinter ihrem PC verstecken und großes Maul haben. Amüsant.
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+4 #39 Huisit 2011-08-31 00:00
Dieser unsportliche Halbaffe hat von meinem onkel schellen bekommen, weil er an der bushalte einen dicken geschoben hat. Danach hatte er nasenbluten und hat fast geweint. Jetzt redet er von gangsterrap. Geh auf dem bau arbeiten du kartoffelkopf
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0 #38 Whack-MC-Mörder 2011-08-31 00:00
Ui ui, der ist aber ganz schlecht.
Die Beats klingen nach schlechter Großraumdisco, die Texte sind Baumschulniveau , aber das allerschlechtes te ist sein Flow.
Ich habe wirklich zuerst gedacht dass wäre eine Rap-Verarsche, aber der meint das wirklich ernst.

Ich kommentiere Baba Saad mit einem Retrogott-Zitat :

"Schrottgesc hoss in den Kopf – Wack-MC am Boden
Du bist tot, deine Mörder – Huss und Hodn"
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0 #37 trauer 2011-08-30 00:00
ich konnte egj nie ab.trotzdem muss man zuegeben das leute wie chakuza und kay one individuell sind.baba saad hingegegen ist ein auslaufmodell.f rüher war er ein unikat,aber in zeiten von kollegah oder haftbefehl gibt es rapper die in jeglicher hinsicht ihm überlegen sind.er sollte das mic an den nagel hängen und etwas aus seinem leben machen.den im vergleich zu bushido oder sido,hat er kein talent für die breite masse unterhaltsam zu sein.
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