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21.02.2012 Autor: Antonella Zwofuffzich

Erick Sermon über schwule Rapper

A$AP Rocky gibt keinen Fick

Erst kürzlich hatten wir auf rap.de eine durchaus lebhafte, in Teilen sogar fruchtbare Diskussion über die Verwendung des Wortes "unschwul" (Interview: RAF 3.0 - Mit dem Dritten sieht man besser). Einen weiteren Beitrag zur Diskussion über Homophobie im HipHop lieferte nun der New Yorker Veteran Erick Sermon. Der Ex-EPMD-Rapper gab sich gegenüber Vlad TV recht konservativ in dieser Frage. Er glaube nicht, dass ein offen homosexueller Rapper jemals Anerkennung finden würde. 
 
Es sei für ihn dasselbe wie mit Sportlern: Man könne weder in einem Basketball-Team oder einem Football-Team spielen noch rappen, wenn man schwul sei. Damit würde man niemals akzeptiert werden, so Sermon. "It's the same about when you talk about sports players, too. We don't know if that's going to ever happen because that's like a curse to be in sports and to be gay and be in hip-hop and be gay. You can't be on a basketball team, a football team and be homo and be rapping like, 'Yo, yo.' Niggas will kill you."
 
Weitaus fortschrittlicher zeigte sich da der Harlemite A$AP Rocky. "I don't give a fuck about your business", lautete sein lapidarer Kommentar zum Thema. Er könne mit Schwulen wie mit Heterosexuellen befreundet sein. Es sei ihm wirklich scheißegal und er denke, niemand solle sich um sexuelle Preferenzen anderer Männer kümmern. "Man, if you're gay we can be friends. If you're straight, we can be friends. (...) I really don't give a fuck and I don't think anyone should care about what another man's preference is.
 
rap.de kann sich A$APs deutlichen Worten nur anschließen. 

Kommentare   

 
-2 #13 @all 2012-02-23 00:00
boah habt ihr spassten langeweile oder zu viel zeit um hier alles voll zu texten scheiß studenten internet Hiphopper
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0 #12 gran torino 2012-02-22 00:00
sehr gutes Beispiel für den Unterschied, zwischen wirklichen Handlungen eines Menschen und das gesprochene Wort! Clint Eastw. haut die rassistischen Begriffe immer wieder raus, sein Kumpels verstehen es trotzdem nicht falsch (!) und er wird von den Asiaten verehrt(obwohl er sie als Reisfresser, Schlitzaugen usw. betitelt!), weil sie Ihm für sein Handeln danken und respektieren!
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+1 #11 Antifa Großgörschen 2012-02-22 00:00
wir, die elite, die die wahrheit besitzt, haben beschlossen, dass polizisten immer beschimpft werden dürfen, weil sie für ruhe und ordnung sorgen, was natürlich faschismus ist. reiche dürfen auch beschimpft werden, weil wir nicht reich sind. unsere politischen gegner dürfen auch beschimpft und geschlagen werden, weil nur wir menschen sind. das haben wir in unserer unendlichen weisheit beschlossen, hoch die internationale debilität.
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0 #10 @die antwort 2012-02-22 00:00
mir ist schon klar, dass es Leute gibt, die es sich verkneifen Begriffe wie Penner und Bitch zubenutzen. Aber dein grips sollte dir eigentlich klar machen, dass sich hier Leute über die TEXTE aufregen. Dabei wird immerwieder NUR das Wort "Schwul" angeprangert... selbst wenn es im Interview nur benutzt wird, als ironische Anspielung, auf die häufige Verwendung des Wortes in der Szene (RAF3.0. Interview) Und nur weil polizisten und reiche Menschen, mehr Macht und nicht immer die "Guten" sind, ist es kein Grund diese Menschen mit Begriffen zu diskriminieren! Was gibt dir das Recht, zu entscheiden, welche Gruppierungen der Gesellschaft mit "Begriffen" verteufelt werden darf und welche nicht? Also nach deiner Logik ist es nicht okay, wenn ich zu ein Ausländer "Kanacke" sage. Es ist nicht okay,wenn ich sage, "das ist aber voll schwul!". Aber es ist legtim zu sagen, "Scheiß Bonze" & "Scheiß Bulle" genauso wie "Scheiß Glatzköpfe" und "Das ist aber voll behindert!" oder "Was für ein Spast ist das denn?" ?
Sorry, für mich ist das eine Doppelmoral/ daran wird deine Argumentation auch nix ändern. Und da sich niemand, der Kritik äußernde Personen, dieser Thematik angenommen hat, sind es für mich Heuchler! Meine Meinung mehr nicht! (muss nicht 100% auf jeden zutreffen, ich behaupte ja auch nicht, das ich was "Besseres" bin und das ich niemals diskriminierend e Wörter benutze!)
Ich bin einfach der Meinung, wenn man so ein Thema öffentlich anspricht, müsste man auch die andere "Wörter" ansprechen! Genauso bin ich der Meinung, dass man sehr "vorsichtig" sein sollte, mit den Finger auf andere zu zeigen! Ebenfalls sollte man nicht so "penibel" denken, und Andere, nur weil sie Wörter wie "Schwul" benutzen, sonst aber absolut nicht gegen Homosexualität haben, in die Homophobe-Ecke zustecken! Sollte ich die Menschen nicht an Ihren Taten messen? Und damit meine ich das reden nicht unbedingt als Tat! Am SO lief der sehr gute Film "gran torino" der sehr gut darstellt, was ich meine! Guck ihn dir an, wenn du ihn noch nicht kennst! Dann verstehst du vielleicht auch mein "kleinen Grips"
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0 #9 PRXFN 2012-02-21 00:00
Ich versteh den Punkt von diesem Artikel nicht wirklich. Erick Sermon äussert doch gar nicht seine Meinung dazu. Er sagt doch nicht das er was gegen Homos hätte. Er sagt nur, dass er meint das sie keine Anerkennung finden würde. Was ich persönlich auch glaube (auch wenn s schade ist).
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+1 #8 LW84 2012-02-21 00:00
@ rap.de:
ihr seid da etwas ungenau. erick sermon ist doch nicht per se selber konservativ. er beschreibt hierbei nur den ist-zustand. ob er selbst das schade und doof findet, kommt in dem interview nicht vor, und steht offen.
@ die wahrheit:
du magst bei manchen, die du als "moralapostel" beschimpfst, recht haben, bei mir jedoch nicht. ich (und einige andere) kritisieren daran, wenn das "schwul"-wort im negativen kontext gebraucht wird, nicht dass es einfach gemein gegenüber armen Schwulen ist, sondern dass es gesellschaftlic he Machtpositionen und Eigentumsverhäl tnisse festigt. Darüber kann ich dir jetzt ein Buch schreiben, oder du liest darüber woanders nach. Yo. gruß aus münchen, Lea-Won (die hetersexuell-an drogyne rapperin).
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0 #7 die antwort 2012-02-21 00:00
@die wahrheit: Es ist immer wieder drollig, wie hier Leute Sätze mit "Dann müsste man auch..." einleiten und dann Dinge folgen, die man, wenn man ein bisschen mehr nachdenkt, auch tatsächlich tun sollte. Aber soweit reicht es dann doch nicht, und das ist irgendwie lustig anzusehen. Du magst es kaum glauben, aber es GIBT Leute, die sich den Gebrauch von "Penner" und "Bitch" verkneifen, weil hier die Namen von Randgruppen, die ohnehin gesellschaftlic h benachteiligt sind, dazu benutzt werden, etwas Abwertendes zu sagen. Und das verletzt nicht nur die direkt Beleidigten, sondern eben vor allem auch die Randgruppen, deren Name dafür herhalten muss. Und JETZT kannst du mit ein bisschen Grips auch rausfinden, warum "Bonze" und "Bulle" NICHT dazu gehören. (Ein Tip: Es gibt 2 Gründe.)
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0 #6 That Shit Cray 2012-02-21 00:00
Erick und A$AP wiedersprechen sich doch gar nicht? Erick sagt lediglich, dass er nicht glaubt, dass die HipHop-Kultur bereit ist, einen offen homosexuellen Rapper zu akzeptieren. Das ist eine durchaus valide Befürchtung und sagt nichts darüber aus, wie Erick persönlich zu diesem Thema steht. Mir klingt in diesem Artikel ein bisschen zu sehr an, dass Erick homophob ist, aber dafür gibt es überhaupt keine Anhaltspunkte, zumindest werden sie in dieser News nicht dargelegt.

(Ic h mein, das ist ja ein durchaus nettes Gedankenexperim ent: Was würde mit der Karriere eines vielversprechen den Newcomers wie Kendrick Lamar oder Meek Mill passieren, wenn sie plötzlich ein Coming Out hinlegen würden?)
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+1 #5 fabian.owl 2012-02-21 00:00
interessant das rapde sich wieder als hip hop polizist aufspielt und meint werten zu können was "weiter" ist und was zurückgeblieben er. eure meinung juckt kein schwein. jemand will eure meinung oder wertung lesen wenn die person einen artikel über erik sermon liest.
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+1 #4 Die wahrheit 2012-02-21 00:00
Liebe Rap.de Redaktion.
Die Diskussion unter dem RAF 3.0 Interview ging ja grundsätzlich nicht um "Schwule" oder "nicht Schwule" Rapper. Sondern ob es Homophobie ist, wenn ich das wort Schwul für negative Darstellungen benutze (Z.B. "Das ist ja voll schwull!") Und das solches Verhalten von den ganzen Moralapostel, die sich hier neuerdings rumtrollen, verteufelt wird!
Die "Hexenjagd" ist mittlerweile so fortgeschritten , so dass selbst Rapper wie RAF und auch ihr als Rap.de Redaktion von solchen "Besseren Menschen"in die Homophobe-Schub lade gesteckt wird, egal ob die Kritik berechtigt ist (wie z.B. bei Bushidos Texten) oder völlig überzogen(wie bei erwähnten RAF 3.0.) Mal abgesehn, dass wenn man das Wort "Schwul" thematisiert, man eigentlich auch Begriffe, wie z.B. Bonze, Penner, Bitch & Bulle kritisch hinterfragen müsste!
Was natürlich nicht gemacht wurde und wieder einmal nur die Scheinheiligkei t unserer Gesellschaft offenlegt!
So, jetzt werde ich mit Sicherheit von solch tollen Moralapostel gesteinigt, weil ich sie als Heuchler enttarnt habe!
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