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15.11.2012 Autor: Oliver Marquart

Xavas: Statement zu umstrittenem Song

"Unsere Absicht war nie eine negative"

Anfang der Woche gab die Linksjugend solid bekannt , dass sie wegen des Hidden Tracks "Wo sind sie jetzt" Strafanzeige gegen Xavier Naidoo und Kool Savas alias Xavas gestellt habe. In einer ersten Reaktion war Savas vorgestern nur am Rande auf die Vorwürfe eingegangen, hatte stattdessen aber die HipHop-Medien kritisiert.

Nun gibt es ein offizielles Statement der beiden Beschuldigten, das heute auf dem Facebook-Account von Xavas veröffentlicht wurde. Darin bringen Savas und Naidoo ihre Verwunderung über die Vorwürfe zum Ausdruck und betonen, dass sie weder zur Gewalt aufrufen noch Homosexualität und Pädophilie gleichsetzen hätten wollen.

"Ich möchte klar stellen, dass es nie die Absicht unseres Liedes war, Homosexualität und Pädophilie gleichzusetzen, oder zur Gewalt gegen Menschen aufzurufen. Ich hatte auch nie den Eindruck, dass die Textzeilen von Xavier falsch verstanden werden könnten", so Savas.

Im Weiteren geht er auf die eigentliche Intention ein, die hinter dem Song stecke. "Unsere Absicht war nie eine negative. Was künstlerisch versucht wurde, war es, die Verzweiflung und die Wut zum Ausdruck zu bringen, die ein Mensch genau in der Sekunde empfindet, in der er erfährt, dass ein Kind missbraucht wurde. Ich hoffe, dass wir mit dieser Erklärung alle Bedenken und Fehlinterpretationen unseres Liedes ausräumen konnten."

Naidoo seinerseits nennt die Dokumentation "Höllenleben" als Inspiration zu dem Song. "Diese habe ich, zwei Tage bevor ich meinen Part geschrieben habe, gesehen. Ich habe versucht, mich in das dort Gesehene und Gehörte hineinzuversetzen.

Auf die besonders kritisierte Zeile "Warum liebst du keine Möse?", die von vielen als Gleichsetzung von Schwulen mit Kinderschändern empfunden wird, geht Naidoo nicht direkt ein. Er betont aber: "Ich glaube nicht, dass diese Täter schwul oder pädophil sind. Ich habe, da ich selbst im Alter von acht Jahren in die Hände eines pädophilen Mannes geraten bin, in gewisser Hinsicht Verständnis für deren tragisches Schicksal, da sie Triebtäter sind. Und gegen ihren Trieb nichts ausrichten können."

Die ebenfalls kritisierte Zeile "Wo sind unsere Führer?" erklärt er mit folgenden Worten: "Natürlich gilt der Ruf im Refrain unter anderem unseren aktuellen Führern, Politikern und Verantwortlichen in Medien, Polizei, Verfassungs- und sogar Staatsschutz. Es ist mir unverständlich, wie man das falsch interpretieren kann."

Kommentare   

 
0 #4 VauE 2012-11-17 14:12
@The Kid
Außerdem war das dritte Reich keine Militärdiktatur , sondern ganz einfach eine faschistische. Militärdiktatur en entstehen, wenn das Militär putscht und der Oberbefehlshabe r o.ä. an die Macht kommt. Wenn du schon naseweist, benutz die richtigen Begrifflichkeit en.
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+1 #3 VauE 2012-11-17 14:09
@The Kid
Ich habe kein schlüssiges Wort herauslesen können, aber die Geschichte gefällt mir. Kausalitäten oder sonstwelche Beziehungen zwischen deinen Sätzen findet man allerdings nicht.
Übrigens ist das mit der Vernunft und Kant philosophisches Halbwissen. Beschäftige dich mit echten Aussagen Kants und vor allem mit seinen philosophischen Vorbildern, wenn du schon sowas in den Raum wirfst.
Der "Grundgedanke von Kant" ist das Ingebrauchnehme n der Vernunft, das Mündig-Werden. Dass nicht jeder zur Vernunft fähig ist, ist 1. biologischer und philosopischer Blödsinn und 2. Herrenmenschend enken (nein, ich unterstelle dir hier kein rechtes Gedankengut, sondern nur unreflektiertes Geplapper).
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0 #2 The Kid 2012-11-16 14:13
Bitte verzeiht mir das naseweisen, aber «unsere Führer» ist plural. Es ist mir nicht bekannt, dass es neben einem Diktator in einer Militärdiktatur wie dem 3. Reich noch mehr Oberhäupter geben würde. Des Weiteren finde ich es tragisch, dass dieses Lied deswegen bekannt wird, weil es politisch inkorrekt sein soll. Stattdessen sollte es bekannt sein, weil es über ein Thema aufklärt, dass unsere Politik nicht im Griff hat, nämlich Satanismus. Eine Demokratie beruht nämlich auf dem Grundgedanken von Immanuel Kant, dass jeder Mensch der Vernunft zugänglich ist. Dies ist leider nicht der Fall. Stattdessen könnte man sagen: «Jeder Mensch lebt so, wie er es von seinen Mitmenschen gelernt hat.» Und wenn ihr unseren Mitmenschen vorlebt ignorant und kleingeistig zu sein, ratet mal was dann geschieht.
http://www.sinnige-geschichten.de/sinnige-geschichten/p001153/geschichten/himmel_und_holle
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-1 #1 VauE 2012-11-15 16:20
Auch wenn ich natürlich verstehe, dass Naidoo mit "Führer" nicht diesen gemeint hat, schließlich ist er ja auch nicht so die Zielgruppe dieses Mannes. Aber das das Wort ein bisschen vorbelastet ist, müsste er schon wissen. Unverständlich? Na ja... teils.
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