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22.09.2011 Autor: Oliver Marquart

Schwule Rapper?

Game tolerant, 50 nicht amüsiert, DMX wirr

Wir schreiben das Jahr 2011. Obwohl die Aufklärung viel erreicht und viele Vorurteile geduldig widerlegt hat, gibt es doch immer noch jede Menge irrationale Feindseligkeiten. Nicht nur, aber auch in der HipHop-Kultur, in der Homosexualität immer noch mit einer ähnlichen Lockerheit wie im Vatikan oder unter den Mullahs im Iran behandelt wird.

So sah sich 50 Cent nun gezwungen, die Behauptung seines Ex-Schützlings Game zurückzuweisen, er sei heimlich schwul. Game hatte den G Unit-Boss Anfang des Monats nämlich als homosexuell geoutet. Via Twitter forderte er 50 dazu auf, zu seiner vermeintlichen sexuellen Orientierung zu stehen. Er, Game, habe überhaupt kein Problem mit Schwulen, der Friseur seiner Freundin sei schwul, aber cool, und er höre sehr gerne die Musik von Elton John.
"My girl hair stylist is GAY & he kool." "If your GAY be GAY !!! I don't have a problem with GAY people... I like Elton John's music a lot."

"Frag einfach die jungen Damen", blaffte 50 jetzt in einem Radio-Interview mit Funkmaster Flex zurück, offensichtlich wenig angetan von seinem vermeintlichen Zwangsouting. "If that's a valid question, they really need to ask the young ladies." Games Problem sei, dass er verzweifelt um Aufmerksamkeit bettele. ""I got a word, I came up with a word for everything that you see from that guy. It's desperation."

In einem Radiointerview hatte Game seine Ansichten über Homosexuelle näher erläutert und dabei betont, er habe kein Problem mit Schwulen, solange diese sich offen dazu bekannten. Es gäbe aber eine ganze Reihe von heimlich schwulen Rappern und das fände er verlogen. "I think there are several rappers that are in the closet and gay, and see those are the type of gay people that - the only type of gay people that I have a problem with." Schwule sollten stolz darauf sein, schwul zu sein, verkündete er. "Be gay and be proud."

Das sieht ein gewisser DMX allerdings ganz anders. Vom XXL Mag auf den Titel von Lil Bs Album "I'm Gay" (was sowohl "ich bin schwul" wie "ich bin fröhlich" heißen kann) angesprochen, reagierte er fassungslos. Ob das wirklich kein Scherz sei, erkundigte sich der Ruff Ryder, schmähte Lil B sehr originell als Lil Bitch und betonte mehrfach drohend, aber schwammig, man solle mit Worten vorsichtig umgehen. "Serious? You serious? Lil B? Lil B? Lil B*tch? There is power in words. There is power in words. You gave us power and the word, think before you speak that way when I speak you know I'm gonna teach. There is power in words." Äh, alles klar.

Insgesamt wird jedenfalls klar, dass es noch eine Weile dauern wird, bis ein unverkrampfter Umgang mit dem Thema auch in der HipHop-Szene möglich sein wird.

Kommentare   

 
+1 #7 zendodh 2011-09-23 00:00
das "comeback" von g-hot finde ich auch sehr erstaunlich und dass bei mrd während des fler-interviews darüber kein wort verloren wurde, spricht bände...
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0 #6 Stefan 2011-09-23 00:00
Schwule Rapper, schwule Rap.de Redakteure. Hip-Hop ist leider schwul geworden.
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+1 #5 Duden 2011-09-23 00:00
Ach du meine Güte.. Oliver.. Weist du eigentlich was der Sinn eines Zitates ist? Wenn du ein Zitat ins Deutsche übersetzt brauchst du nicht das ganze Zitat mit dem selben Inhalt auf English nochmal zu schreiben. Man hat das Gefühl, dass man alles zweimal im Text liest.
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0 #4 Bhujnhb 2011-09-23 00:00
Ey oliver marquart du schwuchtel, wieso hast du denn jetzt dmx worte, ... Ach scheiss drauf. Du bist einfach schwul.
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0 #3 @ homo 2011-09-22 00:00
Kriech zurück in den Dickdarm wo du rausgekommen bist.
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+1 #2 power in words 2011-09-22 00:00
was geht mit eu eu euch........ alle mcs sind schwul in deutschland.... .
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+2 #1 homo 2011-09-22 00:00
fragt mal euren kollegen falk schacht, der vor einer weile verlauten ließ, er habe den eindruck, dass im hiphop weniger ein homophobie-prob lem gebe sondern vielmehr ein homophobie-phob ie-problem: das problem sei also nicht, dass alle was gegen schwule haben, sondern dass alle überall homophobie wittern. so kann ja auch g-hot ganz entspannt im mixery-intervie w sich neben fler auf die couch gesellen, ohne dass falk auch nur in einem nebensatz bemerkt, dass g-hot vor ein paaren bei aggro berlin rausgeflogen ist, weil er in einem nazi-tauglichen schwulenhasser- song zum mord an homosexuellen aufgerufen hatte. schwamm drüber, das ist doch schon so lange her, der g-hot ist jetzt einfach kommentarlos rehabilitiert.
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