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Savas bei Rap Am Mittwoch

Das Berliner Freestyle-Battle Rap am Mittwoch hat sich den anderthalb Jahren seit ihrem erneuerlichen Bestehen zu einer der interessantesten und bestbesuchten Veranstaltungen dieser Art gemausert. Im Mai vergangenen Jahres fiel der Startschuss für die Wiederbelebung der einstmals legendären Freestyle-Reihe, die zu den Gründerzeiten des Berliner Battleraps einmal wöchentlich in der UFA-Fabrik stattfand. (rap.de berichtete)

Seit eineinhalb Jahren findet Rap Am Mittwoch nun zweimal im Monat im Calabash Club im Berliner Acud statt, unter der umsichtigen und stets auf Fairness und Ausgleich bedachten Moderation von Ben Salomo (bekannt durch seine Rapkarriere mit den Illuminaten bzw. der Kaosloge). In einem ausgeklügelten System battlen die Rapper nach dem K.O.-Prinzip in mehreren Finalrunden und in verschiedenen Kategorien (Freestyle, Text, Acapella) um die Krone des besten Freestyle-Rappers.

Für die gestrige Veranstaltung hat man sich etwas ganz besonderes einfallen lassen. Schon vorher waren Gerüchte und Andeutungen gestreut worden, dass ein echter "King" zu Gast sein werde. Viele hatten 1 und 1 zusammengezählt, waren auf 2 gekommen und hatten kapiert, dass niemand anderes als Kool Savas sich bei Rap am Mittwoch die Ehre geben würde. Und so kam es dann auch.

Der Saal war mit 450 Menschen prall gefüllt. Nach der Vorrunde betrat Savas unter dem Jubel der Fans zum ersten Mal die Bühne, um seine fachmännischen Kommentare zu den einzelnen Battles abzugeben. Der spätere Sieger TightAmMic überzeugte den King of Rap zum Beispiel anfangs zwar nicht durch sein Auftreten und seine Delivery. Vielleicht gefiel Savas ja einfach der eher brave Look von TightAmMic nicht, der mit Brille und Bubischnitt ziemlich normal rüberkam. Seine Punchlines jedoch saßen, das musste auch Savas neidlos anerkennen: "Ich fick deine Freundin anal/ sie nennt mich Papi/ und blutet mehr als die Fresse von Gaddafi" – "Du hast einen Hit wie Lou Bega? Bist dreist wie Kollegah? Doch ich schwing meinen Säbel und du bist geteilt wie Korea!"

Mit Witz und guter Technik schaffte es TightAmMic schließlich bis ins Finale, wo er auf P-Zak traf. Bevor die beiden Finalisten ihre Skills am Mic kreuzten, war es aber Zeit für den eigentlichen Höhepunkt dieses Abends, auf den viele Zuschauer trotz des gewohnt guten Niveaus der Battles schon sehnsüchtig gewartet hatten: Kool Savas tat um kurz vor Mitternacht das, was er nach allgemein übereinstimmender Überzeugung am besten kann und rappte sich durch ein Mini-Live-Programm. "Rapfilm" und "Futurama" wurden dabei von der begeisterten Masse ebenso dankbar aufgenommen wie der Titeltrack vom neuen Album "Aura" sowie das fiese Spitterbrett "Optimale Nutzung unserer Ressourcen", das im Gegensatz zu den Erwarungen, die der Titel weckt, ziemlich dreckig und asozial daherkommt. Insgesamt wirkte Savas von der Veranstaltung durchaus angetan – ein Eindruck, den diverse Ohrenzeugen auch bestätigten. Ohne Berührungsängste hing er zudem völlig volksnah direkt in der Crowd ab – ein Hauch von Royalbunker lag in der Luft…
 

Das anschließende Finale  konnte TightAmMic dann schlussendlich wie bereits erwähnt für sich entscheiden. Damit war der Abend aber noch lang nicht zuende. Schließlich musste er noch gegen den Endgegner antreten, sprich den Champion der vorhergehenden Veranstaltung, in diesem Falle Fatcap. Doch auch diese Hürde nahm TightAmMic schließlich und wurde somit zum uneingeschränkten Sieger gekrönt. DJ Pete sorgte schließlich an den Plattentellern weiterhin für gute Stimmung und eine volle Hütte bis in die frühen Morgenstunden.
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