Letzte Woche hatte sich die Stadt Bielefeld als heißes Pflaster für Rap-Konzerte erwiesen. Die örtliche Autonome Antifa sowie weitere Gruppen aus dem linken Spektrum hatten gegen Konzerte von Kollegah sowie Trailerpark protestiert und deren Absage verlangt (rap.de berichtete). Mit dem zweifelhaften Erfolg, dass die beiden Auftritte verlegt, aber nicht abgesagt wurden, im Falle Kollegahs in einer größere Location, da die ursprünglich angedachte restlos ausverkauft war.
Nun regt sich neuer Widerstand, wieder gegen ein Kollegah-Konzert, dieses Mal in Bremen. Laut der Tageszeitung taz fordern die DGB-Jugend, die Landesgleichstellungsstelle und eine Initiative aus der Queer-Szene, den Auftritt abgzusagen. In einem offenen Biref an den Veranstalter schreiben sie, das geplante Konzert sei eine "zutiefst menschenverachtende Veranstaltung". Kollegahs Texte werden als "abscheulich" bezeichnet und weiter behauptet, dass in ihnen "Frauen und nicht heterosexuell Orientierte bis zum tiefsten denkbaren Niveau degradiert und beleidigt werden".
Der Club Modernes, in dem der Auftritt geplant ist, reagierte mit einer Erklärung auf seiner Webseite. Man habe Kollegah zu einer Stellungnahme aufgefordert, nach Erhalt dieser werde man entscheiden, ob das Konzert stattfinden könne oder nicht. Desweiteren wird darauf verwiesen, dass Kollegahs Texte im Kontext des Battle-Rap zu verstehen seien. "Auch wenn sich uns bei solchen Texten die Haare sträuben, sind sie in der Szene üblich und werden nicht als Aufforderung zu Gewalt gegen Frauen, Homosexuelle etc. verstanden."
Das aber spielt für die Initiatoren des Protests, das Mädchenhaus MKH, keine Rolle. "Beleidigungen bleiben Beleidigungen" so dessen Leiterin Roberta Mendenez. Es sei völlig egal, wer genau der Adressat der schwulen- und frauenfeindlichen Sprachbilder sei.
Der Bochumer Soziologe Martin Seeliger ruft hingegen zu einem gelasseneren Umgang mit provokanten Texten auf. Die Herabwürdigung von Minderheiten sei ein kalkulierter Tabubruch. "Jugendliche sind medienkompetenter, als man denkt. Die glauben nicht, dass Kollegah auch vergewaltigt, nur weil er davon rappt", erklärte er der taz.
Nun regt sich neuer Widerstand, wieder gegen ein Kollegah-Konzert, dieses Mal in Bremen. Laut der Tageszeitung taz fordern die DGB-Jugend, die Landesgleichstellungsstelle und eine Initiative aus der Queer-Szene, den Auftritt abgzusagen. In einem offenen Biref an den Veranstalter schreiben sie, das geplante Konzert sei eine "zutiefst menschenverachtende Veranstaltung". Kollegahs Texte werden als "abscheulich" bezeichnet und weiter behauptet, dass in ihnen "Frauen und nicht heterosexuell Orientierte bis zum tiefsten denkbaren Niveau degradiert und beleidigt werden".
Der Club Modernes, in dem der Auftritt geplant ist, reagierte mit einer Erklärung auf seiner Webseite. Man habe Kollegah zu einer Stellungnahme aufgefordert, nach Erhalt dieser werde man entscheiden, ob das Konzert stattfinden könne oder nicht. Desweiteren wird darauf verwiesen, dass Kollegahs Texte im Kontext des Battle-Rap zu verstehen seien. "Auch wenn sich uns bei solchen Texten die Haare sträuben, sind sie in der Szene üblich und werden nicht als Aufforderung zu Gewalt gegen Frauen, Homosexuelle etc. verstanden."
Das aber spielt für die Initiatoren des Protests, das Mädchenhaus MKH, keine Rolle. "Beleidigungen bleiben Beleidigungen" so dessen Leiterin Roberta Mendenez. Es sei völlig egal, wer genau der Adressat der schwulen- und frauenfeindlichen Sprachbilder sei.
Der Bochumer Soziologe Martin Seeliger ruft hingegen zu einem gelasseneren Umgang mit provokanten Texten auf. Die Herabwürdigung von Minderheiten sei ein kalkulierter Tabubruch. "Jugendliche sind medienkompetenter, als man denkt. Die glauben nicht, dass Kollegah auch vergewaltigt, nur weil er davon rappt", erklärte er der taz.
Kommentare
Klar wären Kollegahs Texte absolut ekelhaft, wenn sie ernstgemeint wären. Aber man sollte doch in der Lage sein, zwischen Unterhaltung und politischer Aussage zu unterscheiden.
Ich selbst feier auch Kollegah, teilweise Farid und anderen "Proll-Rap" (wie das hier so schön genannt wurde), würde mich politisch dem Antifa-Umfeld zuordnen und bin feministischer als so manche Frau ;P
Nur weil manche Leute nicht verstehen, dass nicht Kollegah (oder irgendein anderer Künstler) das Problem ist, sondern die homophoben sexistischen Lappen, die sowas ernst nehmen bzw. meinen, muss man wieder über Konzertverbote und so'n Müll diskutieren. Eigentlich Schade, man könnte ja auch miteinander reden.
ihr seid echt so durchschaubar.. . da rappt einer über frauen, geld und koks und ihr regt euch noch darüber auf? wie dumm kann man denn sein? eurer meinung nach müsste man ja die hälfte aller rapper verbieten.
"Wer frauenfeindlich ist und gegen Homosexuelle singt, hat für mich überhaupt kein Recht überhaupt aufzutreten. So'n Assi-HipHop sollte man verbieten" ..."Es ging darum den Support eines offenbar wirklich MENSCHENveracht enden "Künstlers" zu verhindern."... "homophobe vollidioten!!!" danke ich muss kotzen! bei eurer engstirnigkeit und undifferenziert heit braucht ihr euch nicht über die übertrieben homophoben kommentare hier aufregen. die sind vielmehr als gegenreaktion zu euren behinderten aktivismus zu verstehen. euch kann man einfach nicht ernstnehmen.
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