Der Produzent und Rapper Swizz Beatz, der u.a. mit Jay-Z, Game und DMX gearbeitet hat, muss im Fall Megaupload wahrscheinlich vor Gericht. Es wird vermutet, dass der 33-Jährige New Yorker der Chef der Filesharing-Plattform gewesen ist. Ungewöhnlich ist jedoch, dass der Produzent in der ersten Anklageschrift neben Megaupload-Gründer Kim Dotcom nicht erwähnt wurde und zudem nicht sicher ist, ob Swizz überhaupt der CEO des in Hongkong ansässigen Unternehmens war.
Zwar war Swizz Beatz nach Angaben von MTV News in Verhandlungen und PR-Aktionen von Megaupload beteiligt, einen rechtskräftigen Vertrag gäbe es aber nicht. Ob der Mann von R&B-Sängerin Alicia Keys eine Vorladung erhält, hat nun wohl das Bundesbezirksgericht von Virginia zu entscheiden.
Die Filesharing-Seite Megaupload wurde im Januar dieses Jahres von den US-Behörden geschlossen, die Betreiber wurden festgenommen und von der Staatsanwaltschaft wegen Urheberrechtsverlertzung angeklagt. Als Reaktion darauf hatte die Hacker-Gruppe Anonymous vorübergehend u.a. die Webseite des FBI lahmgelegt.
